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Naturpools bei València: 6 Flüsse und Badegumpen

Kurz gesagt: In der Nähe von València liegen Naturpools in Bergflüssen, fast alle 60-90 km entfernt: der Pou Clar von Ontinyent, Chulilla und die Turia-Schlucht, der Gorgo de la Escalera von Anna, die Chorradores de Navarrés sowie Becken am Júcar, am Cabriel und in Montanejos. Der Zugang ist kostenlos; du zahlst nur den Sprit und manchmal ein paar Euro fürs Parken. Fahr mit dem Auto, brich vor 9:30 auf und meide nach Möglichkeit das Wochenende, zwischen Ende Mai und Mitte September. Nimm Wasserschuhe, Essen und einen Müllbeutel mit.

Wenn die Stadt über 35 Grad klettert und der Strand voll ist, hat das valencianische Hinterland eine andere Art, sich abzukühlen: Naturpools in der Nähe von València, geformt von Bergflüssen, die zwischen den Felsen Becken aus glasklarem Wasser öffnen. Keine anderthalb Autostunden entfernt gibt es Schluchten, Wasserfälle und Gumpen, in denen das Wasser selbst im August kalt bleibt. Dieser Guide versammelt die besten Flüsse und Badestellen: wie du zu jeder kommst, was du mitnimmst und was sie jeweils besonders macht.

Die besten Flüsse und Gumpen zum Baden

Pou Clar (Ontinyent)

Der große Klassiker. Der Fluss Clariano hat am Ortsrand von Ontinyent, in der Vall d'Albaida (rund 85 km entfernt), eine Kette miteinander verbundener Becken ausgewaschen. Der Pou Clar eignet sich ideal, um längere Strecken zu schwimmen, und in den tieferen Becken wie dem Pou dels Cavalls trauen sich manche zu springen. Komm früh: Am Wochenende sind die Parkplätze überfüllt, und mittags knallt die Sonne voll herein.

Chulilla und die Turia-Schlucht

Gut eine Stunde entfernt (etwa 60 km nordwestlich) liegt Chulilla, ein Dorf, das sich unter eine arabische Burg klammert und von der Turia-Schlucht umschlossen wird. Die Ruta de los Puentes Colgantes (Route der Hängebrücken) führt durch schwindelerregende Schluchten, und am Stausee von Loriguilla wie in den Flussbecken leuchtet das Wasser sehr kräftig türkis. Das verbindet Wandern und Baden: Nimm geschlossene Schuhe für den Weg mit.

Gorgo de la Escalera (Anna)

Eingeklemmt zwischen Felswänden ist der Gorgo de la Escalera eine schattige Schlucht aus Wasserfällen und Becken auf der Route der drei Wasserfälle von Anna. Die schattige Lage hält das Wasser sehr kalt, deshalb ist er für die schwülsten Tage perfekt. Er ist klein und füllt sich schnell; geh unter der Woche oder gleich am frühen Morgen.

Los Chorradores de Navarrés

Die tropischste Ecke der Liste. Bei den Chorradores de Navarrés stürzen zwei Wasserfälle über türkisfarbene Becken, zwischen Wänden voller Moos und Farne, mit fast balinesischem Flair. Der Rundweg ist kurz und einfach, auch mit Kindern gut zu gehen, und die Wasserführung ist im Frühling und Frühsommer üppiger.

Weitere Badegumpen der Provinz

  • Der Fluss Júcar auf seinem Weg durch Cofrentes und Cortes de Pallás: weite Becken und tiefes Wasser, besser für erfahrene Schwimmer.
  • Charco Negro (Fluss Cabriel): sauberes Wasser und geschützte Umgebung in der Reserva de las Hoces del Cabriel.
  • Fuente de los Baños (Montanejos): technisch gesehen schon in der Provinz Castellón, aber das Wasser tritt das ganze Jahr über mit 25 Grad aus und ist die Fahrt wert.

Wie du hinkommst und wann du fährst

Fast alle diese Orte liegen 60-90 km von València entfernt und sind mit dem Auto sehr viel leichter zu erreichen: Der öffentliche Verkehr ins Hinterland ist dünn und für einen Badetag wenig praktisch. Fahr vor 9:30 los, damit du einen Parkplatz findest, vor allem von Juni bis September. Unter der Woche ist alles anders: Becken, die samstags wie ein Freibad wirken, sind dienstags fast leer. Meide Tage mit Unwetterwarnung, denn diese Flussbetten können sehr schnell anschwellen.

Mit dem Auto hinfahren: Routen und Parken

Das Auto ist die bequemste und praktisch die einzig sinnvolle Möglichkeit, mehrere Becken an einem Tag aneinanderzureihen. Von València aus erreichst du die Orte der Canal de Navarrés (Anna, Navarrés) und der Vall d'Albaida (Ontinyent) über die A-7 und die CV-40 in etwa einer Stunde; Chulilla liegt nordwestlich, über die A-3 und dann Landstraßen wie die CV-35 Richtung Losa del Obispo. Denk an drei Dinge: Viele Parkplätze sind unbefestigte Erdflächen ohne Schatten und ohne Asphalt, im Sommer beschränken manche Gemeinden den Zugang oder verlangen ein paar Euro pro Stellplatz, um den Andrang zu steuern, und der Handyempfang fällt in den Schluchten aus – lade die Wegbeschreibung also offline herunter, bevor du losfährst. Wenn du nicht selbst fährst, ist eine Alternative, mit dem Nahverkehrszug Cercanías bis zu einem Bezirkshauptort zu fahren und die letzte Etappe mit dem Taxi oder in einer Fahrgemeinschaft zurückzulegen – das kostet allerdings Flexibilität. Mehr Ideen für Ausflüge ins Hinterland findest du bei unseren Routen und den nahe gelegenen Dörfern.

Die beste Zeit zum Baden

Die brauchbare Saison reicht von Ende Mai bis Mitte September, aber jeder Abschnitt hat seinen eigenen Charakter. Im Frühling und Frühsommer ist die Wasserführung üppiger und Wasserfälle wie die von Navarrés zeigen sich von ihrer besten Seite, auch wenn das Wasser noch kalt ist. Im Juli und August ist das Baden mittags am angenehmsten, aber genau dann sind die Becken überfüllt: Steh früh auf oder fahr unter der Woche. Im Frühherbst sinken die Temperaturen und die Besucherzahlen, und du hast die Orte fast für dich – dann allerdings mit schon frischem Wasser. Verzichte nach starkem Regen oder bei einer Wetterwarnung immer aufs Baden: Eine plötzliche Flutwelle in einer engen Schlucht ist das ernsteste Risiko an diesen Orten.

Budget: ein fast kostenloser Plan

In einem Fluss zu baden gehört zu den billigsten Plänen des valencianischen Sommers. Der Zugang zu den Becken ist gratis; die echten Kosten sind der Sprit und höchstens ein kleiner Parkbetrag dort, wo er erhoben wird. Wenn du dein Essen von zu Hause mitbringst, kann ein Tag zu zweit unter 25-30 Euro insgesamt bleiben. Um den Tag ohne Ausgaben auszureizen, kombiniere ihn mit anderen Gratis-Plänen aus der Gegend, und heb dir das Geld nur für ein gutes Tagesmenü im Dorf auf dem Rückweg auf.

Was du zu einem Naturpool mitnimmst

  • Wasserschuhe oder Neoprensocken: Der Fels ist rutschig und der Grund meist voller Kiesel und Steine.
  • Wasser und Essen: Die meisten Stellen haben weder eine Bar noch einen Trinkbrunnen in der Nähe.
  • Einen Müllbeutel: Das sind Naturräume ohne Abfalleimer; was hineinkommt, geht mit dir wieder hinaus.
  • Hut, Sonnencreme und trockene Wechselkleidung: An den offenen Becken ist Schatten knapp.
  • Kamera oder Handy mit Schutzhülle: Das Licht am mittleren Vormittag über dem türkisfarbenen Wasser ist das beste für Fotos.

Womit du den Ausflug kombinierst

Das Baden im Fluss lässt sich gut mit anderen Tagesplänen verbinden. Am einfachsten ist es, Baden und Wandern aneinanderzuhängen: Die Route der Hängebrücken von Chulilla oder der Weg der drei Wasserfälle von Anna sind an einem Vormittag zu schaffen und enden direkt am Wasser. Du kannst auch zwei nahe beieinander liegende Becken verbinden, etwa die Chorradores und den Gorgo de la Escalera, beide in der Canal de Navarrés. Mitten am Nachmittag lässt du es dann bei einer langen sobremesa ausklingen – dem Sitzenbleiben am Tisch nach dem Essen: Diese Gemeinden im Hinterland kochen Reisgerichte und Schmorgerichte, die sich lohnen, und in unserer Rubrik Gastronomie findest du Hinweise. Wenn du wenig besuchte Orte magst, kreuz auch die Geheimtipps der Provinz mit dieser Liste, um Gumpen zu entdecken, an die kaum jemand kommt.

Mit Kindern hinfahren und sicher schwimmen

Mehrere dieser Becken sind mit der Familie perfekt, aber man sollte gut auswählen. Die Chorradores de Navarrés und die ruhigen Abschnitte des Pou Clar haben flache Zonen, in denen Kinder entspannt spielen; die tiefen Wasser des Júcar oder die enger geschlossenen Becken verlangen dagegen schon sichere Schwimmer. Behalte die Kleinen am Wasser immer im Blick, verzichte auf Sprünge vom Fels, ohne die Tiefe geprüft zu haben, und denk daran, dass der unebene Grund und die Algen Wasserschuhe für alle sehr ratsam machen. Wenn du kontrolliertere Alternativen mit Sand und Rettungsschwimmer suchst, sind unsere Strände der Plan B für unsichere Tage.

Genieß es, ohne Spuren zu hinterlassen

Diese Becken sind noch immer schön, weil die Leute sie pflegen. Benutz weder Seife noch Cremes im Wasser, verschieb keine Steine aus den Mauern oder den Wasserfällen, und respektiere die Tiere, die im Flussbett leben. Prüf immer die Tiefe, bevor du springst: Jeden Sommer gibt es Schrecksekunden, weil jemand in ein Becken gesprungen ist, das flacher war, als es aussah.

Häufige Fragen

Welcher Naturpool liegt València am nächsten?

Von den großen ist Chulilla einer der nächstgelegenen, rund 60 km und gut eine Stunde mit dem Auto. Die Orte der Canal de Navarrés und Anna liegen ähnlich weit, während der Pou Clar von Ontinyent etwas mehr Fahrt verlangt (rund 85 km).

Kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin?

Nur mit Mühe. Das Hinterland hat sehr wenige Verbindungen, und die Fahrpläne passen nicht zu einem ganztägigen Badeplan. Praktisch ist das Auto oder eine Fahrgemeinschaft; der Zug setzt dich nur in den Bezirkshauptorten ab, weit weg von den Becken.

Ist das Wasser im Sommer sehr kalt?

Das hängt vom Ort ab. Schattige Schluchten wie der Gorgo de la Escalera halten das Wasser selbst im August kalt, und genau das ist ihr Reiz. Die Fuente de los Baños in Montanejos dagegen tritt lauwarm aus, mit rund 25 Grad das ganze Jahr über.

Muss man Eintritt zahlen?

Die Becken sind frei und kostenlos zugänglich. Es kann lediglich in einigen Gemeinden während der Monate mit dem größten Andrang eine kleine Parkgebühr geben, als Maßnahme zur Steuerung des Andrangs.

Wenn du den Ausflug verlängern willst: Viele dieser Dörfer haben im Sommer Feste und Märkte – schau in den Veranstaltungskalender für València, um ein Bad mit einem Konzert, einem Dorffest oder einer Gastronomiemesse am selben Wochenende zu verbinden.

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