Tapas in Valencia: die besten Viertel und Klassiker
Kurz gesagt: Für Tapas in Valencia gehst du ins Carmen (am frühen Abend von Bar zu Bar), nach Ruzafa (moderner, mit Fusion-Einschlag) oder ins Cabanyal (direkt am Meer). Bestell Esgarraet, Titaina, Bravas, Konserven und von Mai bis August Clóchinas. Lass dir das valencianische Almuerzo (9-11 Uhr) mit belegtem Brot und Cremaet nicht entgehen. Tapas gibt es auch in den Markthallen: im Central Bar des Mercat Central und im Mercado de Colón. Die Theken füllen sich ab 20:00 Uhr.
Für Tapas in Valencia beginnst du am besten mit drei Vierteln, jedes mit seinem eigenen Rhythmus: das Carmen, um am frühen Abend von Bar zu Bar zu ziehen, Ruzafa mit einem moderneren Angebot und das Cabanyal, um direkt am Meer zu essen. Die Stimmung ist in jedem Viertel anders, doch die Klassiker auf der Karte bleiben überall dieselben: Esgarraet, Titaina, Bravas, Konserven und von Mai bis August eine Portion Clóchinas.
Das Almuerzo, die heilige Stunde
Vor dem Tapas-Abendessen steht das almuerzo (l'esmorzar auf Valencianisch), zwischen neun und elf Uhr morgens. Es kommt aus der Horta, aus der Zeit, als der Bauer mitten in der Arbeit anhielt, um etwas zu essen. Heute nimmt man es genauso ernst: zuerst eine Picaeta mit Cacau del collaret, Oliven und Eingelegtem, dann ein Bocadillo von beachtlicher Größe (Sepia, Blanco y negro, Figatell, Tortilla), und zum Abschluss ein Cremaet, Kaffee mit flambiertem Likör. Einheimischer kann man gar nicht Tapas essen, ohne es zu merken.
Diese Klassiker musst du bestellen
- Esgarraet: gerösteter roter Paprika mit zerpflücktem Stockfisch, Knoblauch und Öl.
- Titaina: Sofrito aus Thunfisch, Paprika und Pinienkernen, typisch für das Cabanyal.
- Clóchinas: die valencianische Miesmuschel, kleiner und geschmacksintensiver, gedämpft mit Zitrone und Pfeffer. Nur in den Monaten ohne „r“, von Mai bis August.
- Bravas und Konserven (Miesmuscheln, Herzmuscheln, Sardinen): die Grundlage jeder Theke.
Das Carmen: von Bar zu Bar
In der Altstadt fängt man am leichtesten an. Kurze Gassen, Theken, die sich ab acht füllen, und die Möglichkeit, nur aus Pinchos zu Abend zu essen, ohne sich an einen Tisch zu setzen. Wenn du die Nacht verlängern willst, passt ein Spaziergang durch das historische Zentrum gut dazu.
Ruzafa und das Cabanyal
Ruzafa mischt alteingesessene Bodegas mit neuen Theken und Fusionsküche: Es ist das Viertel für Tapas ohne Eile. Das Cabanyal hat mehr maritimes Flair; dort steht die Bodega Casa Montaña, 1836 gegründet und bekannt für ihre Konserven, Weine und klassischen Tapas. Der Strand und die Reisgerichte der Malva-rosa liegen wenige Minuten entfernt.
Tapas in den Markthallen
Der Mercat Central verbirgt den Central Bar von Ricard Camarena, eine Theke, die mit den frischen Zutaten des Tages arbeitet (keine Reservierung, komm besser früh). Im Mercado de Colón kannst du Clóchinas in verschiedenen Zubereitungen probieren und in der Horchatería Daniel auf eine Horchata aus Erdmandeln mit Fartons einkehren. Für Gastronomiemessen und einzelne Tapas-Routen lohnt ein Blick in den Live-Kalender. Und wenn Reis dein Ding ist, gibt es unseren Guide dazu, wo es die beste Paella gibt.
Häufige Fragen
Wann isst man in Valencia Tapas?
Das Almuerzo liegt am späten Vormittag (9-11 Uhr). Für Tapas am Abend füllen sich die Theken ab 20:00 Uhr, am Wochenende später.
Wann gibt es Clóchinas?
In den Monaten ohne „r“, also etwa von Mai bis August. Außerhalb dieser Zeit bestell sie nicht frisch: besser eine normale Miesmuschel oder eine Konserve.
Kommt Chorizo in die valencianische Paella?
Nein. In die echte valencianische Paella kommt kein Chorizo: Huhn, Kaninchen, Garrofó, Ferradura und, je nach Gegend, Schnecken. Chorizo kommt von auswärts, nicht von hier.
Was ist ein Cremaet?
Kaffee mit Likör (Rum oder Whisky), flambiert mit Zimt, Zucker und Zitronenschale. Damit endet das Almuerzo, und auch manches Tischgespräch nach dem Essen.
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