Essen in Valencia: 12 typische Gerichte und wo du sie isst
Kurz gesagt: In Valencia isst man Reis: Die echte Paella Valenciana enthält Huhn, Kaninchen, Garrofó, Bajoqueta, Tomate, Paprikapulver und Safran, nie Chorizo oder Erbsen. Probiere auch den Arroz del Senyoret, den Arroz a Banda oder den schwarzen Reis, mit Socarrat, mittags und für zwei Personen. Am Meer: La Pepica (Malva-rosa) und Casa Montaña mit Titaina im Cabanyal; die Arrocerías von El Palmar an der Albufera sind die sichere Wahl. Als Tapa: Esgarraet, All i Pebre und Clóchinas (Mai bis August). Als Nachtisch Horchata aus Chufa mit Fartons in der Horchatería Daniel. Gegessen wird von 14:00 bis 16:00 Uhr, zu Abend ab 21:00 Uhr.
Essen in Valencia lässt sich auf einen Gedanken bringen: Hier regiert der Reis. Die Paella Valenciana entstand in der Huerta, im Landesinneren, nicht am Meer, und sie enthält Huhn, Kaninchen, Garrofó, Bajoqueta (flache grüne Bohne), Tomate, Paprikapulver, Safran und manchmal einen Zweig Rosmarin. Keine Chorizo, keine Erbsen, keine Zwiebel. Wenn sie dir mit Chorizo serviert wird, ist es keine Paella Valenciana.
Zuerst die Reisgerichte
Über die Paella Valenciana hinaus isst man in der Stadt viele Reisgerichte: den Arroz del Senyoret (alles geschält, die Meeresfrüchte ohne Arbeit), den Arroz a Banda, den schwarzen Reis mit Sepia und ihrer Tinte und den Ofenreis mit Kichererbsen und Bauchspeck. Was man bei allen sucht, ist der Socarrat, die geröstete Schicht, die am Boden der Paellapfanne haften bleibt. Gegessen wird mittags, fast nie abends, und bestellt wird für mindestens zwei Personen. Bei der Wahl des Lokals hilft unser Guide, wo man die beste Paella isst; die Arrocerías von El Palmar an der Albufera bleiben die sichere Wahl.
Am Meer: die Malva-rosa und El Cabanyal
Auch Reis direkt am Strand hat seinen Platz. La Pepica an der Promenade der Malva-rosa serviert seit über hundert Jahren Paella am Meer; an ihren Tischen saßen Hemingway und ein guter Teil der jüngeren Stadtgeschichte. Im Viertel El Cabanyal isst man Titaina (ein Schmorgericht aus Thunfisch, Paprika und Pinienkernen, ursprünglich von den Fischern) und geht seit Generationen zum Tapas-Essen ins Casa Montaña, eine Bodega von 1836, bekannt für ihre Konserven, ihre Sardellen und ihren Wermut.
Tapas und Vorspeisen, die du bestellen solltest
- Esgarraet: gerösteter roter Paprika mit zerpflücktem Salzkabeljau, Knoblauch und Öl. Kalt und schlicht.
- All i pebre: Aaleintopf mit Knoblauch und Paprikapulver, typisch für die Albufera und El Palmar.
- Clóchinas: die valencianische Miesmuschel, kleiner und geschmackvoller, nur in der Saison (Mai bis August).
- Bravas und Figatells: die klassischen Kartoffeln und eine Art Schweinefleischburger vom Grill.
- Coca de tomate: dünner Ofenteig, gut zum Anfangen.
Märkte: essen, während man einkauft
Der Mercat Central ist einer der größten Frischemärkte Europas, und drinnen liegt die Central Bar von Ricard Camarena, wo sogar ein belegtes Brötchen ernst genommen wird. Der Mercado de Colón im Jugendstil ist eher etwas zum Snacken und für ein Bier.
Das Süße: Horchata, Fartons und mehr
Die valencianische Horchata wird aus Chufa (einer Knolle, die in der Huerta von Alboraia angebaut wird), Wasser und Zucker gemacht. Weder Mandel noch Reis noch Milch. Man trinkt sie eiskalt und tunkt Fartons hinein, diese langen, gezuckerten Hefeteigstangen. Die klassische Adresse ist die Horchatería Daniel im Mercado de Colón. Für eine ganze Tour gibt es unseren Guide zu den Horchaterías. Weitere Süßigkeiten: der Arnadí (Kürbis und Süßkartoffel), die Monas de Pascua und die Kürbiskrapfen zu den Fallas.
Wie und wann man isst
Die Zeiten sind spät: Mittag isst man zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, zu Abend ab 21:00 Uhr. Die Reisgerichte brauchen eine Reservierung und 30-40 Minuten in der Zubereitung, sag also beim Bestellen Bescheid. Wenn während deines Aufenthalts eine Gastronomiemesse oder ein Tapas-Tag stattfindet, steht das im Live-Kalender.
Häufige Fragen
Was gehört in eine echte Paella Valenciana?
Huhn, Kaninchen, Garrofó, Bajoqueta (flache grüne Bohne), Tomate, Reis, Öl, Paprikapulver, Safran und Wasser; manchmal Schnecken oder ein Zweig Rosmarin. Keine Chorizo, keine Erbsen, keine Zwiebel.
Woraus wird Horchata gemacht?
Aus Chufa (einer kleinen Knolle aus der Huerta von Alboraia), Wasser und Zucker. Ohne Mandel und ohne Milch. Man trinkt sie kalt, normalerweise mit Fartons.
Wo isst man die beste Paella in Valencia?
In den Arrocerías von El Palmar und der Albufera und in den Klassikern der Malva-rosa. Unser Guide, wo man die beste Paella isst, versammelt die Optionen; reserviere und bestell sie mittags.
Um wie viel Uhr isst man in Valencia?
Das Mittagessen liegt zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, das Abendessen ab 21:00 Uhr. Viele Arrocerías servieren Reis nur mittags.
Welche typische Süßspeise muss man probieren?
Die Horchata mit Fartons, das ganze Jahr über; in der Saison die Kürbiskrapfen der Fallas und den Arnadí aus Kürbis und Süßkartoffel.
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