Horchata in Valencia: die besten Horchaterías und Fartons
Kurz gesagt: Für Horchata de chufa mit Fartons in Valencia gehst du zu Santa Catalina (1830) und El Siglo (1836), beide an der Plaza de Santa Catalina, oder zu Daniel, handwerklich seit 1949, mit Terrasse im Mercado de Colón. Horchata enthält nur Erdmandeln, Wasser und Zucker, keine Milch. Serviert wird sie natural (flüssig) oder granizada (halb gefroren). Die Saison läuft von Mai bis September, getrunken wird sie vor allem nachmittags zum Vesper. Für die authentischste Version nimmst du die Metro nach Alboraya, die Wiege der Erdmandel.
Für Horchata de chufa mit Fartons in Valencia sind die Adressen der Wahl Santa Catalina und El Siglo im Zentrum, Daniel (mit Terrasse im Mercado de Colón) und die historischen Häuser in Alboraya, dem Dorf, in dem die Erdmandel wächst. Horchata ist ein kaltes, weißes Getränk aus Erdmandeln, Wasser und Zucker, und genau darin tunkt man den Fartón.
Was Horchata ist (und warum die von hier echt ist)
Die Chufa ist eine kleine Knolle, keine Nuss. Sie wächst nur in l'Horta Nord, vor allem in Alboraya, und hat ihren eigenen Kontrollrat: die Ursprungsbezeichnung Chufa de Valencia. Eine gute Horchata enthält drei Dinge und sonst nichts: Erdmandeln, Wasser und Zucker. Ohne Milch, ohne Laktose. Wird sie dir mit seltsamen Aromen oder in einem zu grellen Weiß serviert, sei misstrauisch.
An jeder Theke wird dieselbe Legende erzählt: König Jaume I. probierte das Getränk, fragte, was das sei, man antwortete „llet de xufa“, und er entgegnete: „això no és llet, això és or, xata“. Daher soll der Name kommen. Wahrscheinlich stimmt es nicht, aber die Geschichte kommt gut an.
Horchata natural oder granizada: der Unterschied
- Natural: flüssig, frisch gemacht, kühlschrankkalt. Das ist die klassische Form und die, in der sich der Fartón am besten tunken lässt.
- Granizada: halb gefroren, mit der Textur von zerstoßenem Eis. Man löffelt sie und sie hält der Augusthitze besser stand.
Beide kommen aus derselben Horchata; nur die Temperatur ist anders. Der Fartón ist ein längliches, luftiges Gebäck mit Zuckerkruste, gemacht zum Eintunken. Erfunden hat ihn die Marke Polo in Alboraya um 1960, genau als Begleitung zur Horchata.
Die historischen Horchaterías im Zentrum
An der Plaza de Santa Catalina, ein paar Schritte von der Kathedrale entfernt, gibt es zwei Häuser mit Geschichte. Die Horchatería de Santa Catalina eröffnete 1830 unter Vicente Gargallo und hat ihre Kacheln aus Manises bewahrt; sie ist sehr touristisch, valencianische Familien bringen ihre Xiquets aber weiterhin dorthin. Wenige Meter entfernt serviert El Siglo seit 1836 im immer gleichen Stil.
Die Horchatería Daniel arbeitet seit 1949 handwerklich; ihr Gründer Daniel Tortajada gehörte zu denen, die für die Ursprungsbezeichnung gekämpft haben. Ihr Stammhaus steht in Alboraya, dazu kommt eine bequeme Terrasse im Mercado de Colón, eine gute Wahl, wenn du für die Nachmittagspause das Zentrum nicht verlassen willst.
Nach Alboraya fahren, in die Wiege der Erdmandel
Für das vollständige Erlebnis nimmst du die Metro bis Alboraya. Dort liegt die Avenida de la Horchata, dazu mehrere Familienbetriebe mit Generationen im Handwerk und die Huerta, in der man die Erdmandel wachsen sehen kann. Im Sommer feiert der Ort sein Fest der Horchata und der Chufa; die Termine wechseln jedes Jahr, schau also vor der Fahrt in den tagesaktuellen Kalender.
Wann und wie man sie trinkt
Horchata ist ein Getränk für die Hitze: Die Hauptsaison läuft von Mai bis September, die großen Häuser haben aber fast das ganze Jahr geöffnet. Am valencianischsten ist es, sie am Nachmittag zum Vesper zu trinken, mit ein paar gut eingetunkten Fartons. Verlang sie richtig kalt. Zum Weiteressen in der Stadt haben der Guide was man in Valencia isst und der zu den Märkten weitere Adressen.
Häufige Fragen
Woraus besteht die valencianische Horchata?
Aus Chufa (einer Knolle, keiner Nuss), Wasser und Zucker. Sie enthält weder Milch noch Laktose. Die gute verwendet Erdmandeln mit der Ursprungsbezeichnung Valencia.
Was ist der Unterschied zwischen Horchata natural und granizada?
Die natural ist flüssig und kalt; die granizada ist halb gefroren, mit Eistextur. Es ist dieselbe Horchata, nur auf zwei Arten serviert.
Wo trinkt man die beste Horchata in Valencia?
Im Zentrum Santa Catalina und El Siglo an der Plaza de Santa Catalina und die Terrasse von Daniel im Mercado de Colón. Für die authentischste Version die Familienbetriebe in Alboraya.
Wann ist Horchata-Saison?
Vor allem im Sommer, von Mai bis September, auch wenn die historischen Horchaterías meist einen großen Teil des Jahres geöffnet haben.
Was sind Fartons?
Längliche, luftige und gezuckerte Gebäckstangen, gemacht zum Eintunken in die Horchata. Erfunden hat sie die Marke Polo in Alboraya um 1960.
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